Ein Blick hinter die Kulissen – Teil 2: Der erste Prototyp entsteht
Eine Produktidee auf Papier zu entwickeln ist das eine. Sie tatsächlich in ein funktionierendes Produkt zu verwandeln, ist etwas völlig anderes.
In unserem ersten Beitrag „Ein Blick hinter die Kulissen: Die nächste Generation entsteht“ haben wir erstmals darüber berichtet, dass wir bei biolife® an einer neuen Generation unserer Wellness-Technologie arbeiten.
Seitdem ist viel passiert.
Aus ersten Überlegungen wurden technische Konzepte. Aus Konzepten wurden konkrete Anforderungen. Funktionen wurden diskutiert, verändert, verworfen oder weiterentwickelt. Und aus vielen einzelnen Entscheidungen entsteht inzwischen etwas, das man tatsächlich bauen kann:
der erste funktionale Prototyp.
Wir möchten deshalb wieder einen kleinen Blick hinter die Kulissen ermöglichen – ohne heute schon alles über das neue Produkt zu verraten.

Vom Konzept zur technischen Entwicklung
Am Anfang eines neuen Produktes stehen viele Wünsche.
Welche Technologien möchten wir miteinander kombinieren? Welche Funktionen sind wirklich sinnvoll? Wie soll das Produkt später bedient werden? Wie lässt sich eine leistungsfähige Technik integrieren, ohne dass die Anwendung unnötig kompliziert wird?
Gerade bei einem Wellness-System, das verschiedene Technologien miteinander verbindet, beeinflusst eine Entscheidung häufig die nächste.
PEMF, Wärme, Rotlicht und Nahinfrarotlicht benötigen beispielsweise unterschiedliche technische Komponenten. Gleichzeitig müssen Stromversorgung, Steuerung, Sicherheit, Wärmeentwicklung, Gewicht und Bedienung berücksichtigt werden.
Eine gute Idee allein reicht deshalb nicht.
Sie muss technisch umsetzbar sein.
Und genau an diesem Punkt beginnt die eigentliche Entwicklungsarbeit.

Nicht jede technisch mögliche Funktion ist automatisch sinnvoll
Während einer Produktentwicklung entsteht schnell die Versuchung, immer noch eine weitere Funktion hinzuzufügen.
Technisch möglich bedeutet aber nicht automatisch sinnvoll.
Unser Ziel ist nicht, möglichst viele Funktionen auf eine Produktverpackung schreiben zu können. Viel wichtiger ist uns, dass die vorhandenen Technologien sinnvoll miteinander kombiniert werden und im Alltag einfach nutzbar bleiben.
Deshalb stellen wir uns bei jeder Funktion dieselben Fragen:
Welchen Nutzen hat sie für den Anwender?
Passt sie zum Gesamtkonzept?
Kann sie zuverlässig umgesetzt werden?
Bleibt das Produkt trotzdem intuitiv bedienbar?
Und manchmal lautet die richtige Entscheidung eben auch: Diese Funktion brauchen wir nicht.
Das gehört zur Entwicklung genauso dazu wie eine neue technische Idee.
PEMF als wichtiger Bestandteil des neuen Systems
Eine der Technologien, mit denen wir uns bereits seit vielen Jahren beschäftigen, ist
PEMF – die Anwendung pulsierender elektromagnetischer Felder.
Auch bei der neuen Produktgeneration wird PEMF eine wichtige Rolle spielen.
Dabei geht es uns nicht einfach darum, möglichst viele Frequenzen anzubieten. Entscheidend ist vielmehr, wie unterschiedliche Einstellungen technisch umgesetzt und für den Anwender verständlich zugänglich gemacht werden können.
Ein System mit vielen Möglichkeiten darf am Ende nicht dazu führen, dass man zunächst eine Bedienungsanleitung studieren muss, bevor man es benutzen kann.
Deshalb beschäftigen wir uns während der Entwicklung nicht nur mit der eigentlichen PEMF-Technologie, sondern genauso intensiv mit der Frage:
Wie macht man komplexe Technik einfach bedienbar?
Ein Teil der Antwort darauf liegt in vorbereiteten Anwendungen und einer übersichtlichen Steuerung.
Bestimmte technische Parameter können im Hintergrund festgelegt werden, während der Anwender lediglich die gewünschte Anwendung auswählt.
So bleibt die Technik komplex – die Bedienung aber einfach.

Wärme bleibt ein wichtiger Bestandteil
Auch Wärme gehört für viele Menschen zu einer persönlichen Wellness- und Entspannungsroutine.
Deshalb war für uns früh klar, dass eine regelbare Wärmefunktion auch bei der neuen Entwicklung eine wichtige Rolle spielen soll.
Was auf den ersten Blick einfach klingt, ist technisch jedoch anspruchsvoller, als man vermuten könnte.
Eine größere Fläche soll möglichst gleichmäßig erwärmt werden. Die gewünschte Temperatur soll zuverlässig erreicht werden. Gleichzeitig müssen Stromversorgung, Materialaufbau und Sicherheitsanforderungen berücksichtigt werden.
Gerade hier zeigt sich, warum ein Prototyp so wichtig ist.
Berechnungen und technische Daten können viel zeigen – aber erst ein reales Produkt zeigt uns, wie schnell sich eine Fläche tatsächlich erwärmt, wie gleichmäßig sich die Wärme verteilt und wie angenehm sie in der praktischen Anwendung empfunden wird.
660 nm und 850 nm: zwei Wellenlängen in einem System
Ein weiterer Bestandteil unserer Entwicklung ist Licht mittels Biophotonen.
Dabei setzen wir auf zwei unterschiedliche Wellenlängen:
660 nm im roten Bereich und 850 nm im Nahinfrarotbereich.
Beide Wellenlängen sollen unabhängig voneinander sowie gemeinsam genutzt werden können.
Damit stehen künftig verschiedene Lichtmodi zur Verfügung:
660 nm,
850 nm,
660 + 850 nm
oder Licht ausgeschaltet.
Auch hier gilt unser Grundsatz: Die Technik darf vielseitig sein, die Bedienung soll trotzdem verständlich bleiben.
Der Anwender soll nicht darüber nachdenken müssen, welche komplizierte Tastenkombination erforderlich ist. Eine Funktion auswählen, Einstellung wählen – fertig.

Die Bedienung wird Teil der Produktentwicklung
Dieser Punkt hat uns in den vergangenen Wochen besonders beschäftigt.
Bei einem einfachen Gerät mit zwei Funktionen reichen vielleicht zwei oder drei Tasten. Je mehr Technologien jedoch miteinander kombiniert werden, desto größer wird die Gefahr einer unübersichtlichen Bedienung.
Deshalb entwickeln wir nicht nur das eigentliche Produkt.
Wir entwickeln gleichzeitig das Bedienkonzept.
Welche Informationen müssen auf dem Display sichtbar sein?
Welche Funktionen benötigen einen direkten Zugriff?
Welche Einstellungen können im Hintergrund automatisch erfolgen?
Und welche Informationen sind während einer laufenden Anwendung tatsächlich hilfreich?
Ein gutes Beispiel dafür ist die Frequenzanzeige bei PEMF.
Bei automatisch ablaufenden Anwendungen können sich Frequenzen während der Nutzung verändern. Deshalb soll das Display künftig anzeigen können, welche Frequenz in diesem Moment tatsächlich ausgegeben wird.
Für den Anwender ist das nur eine kleine Anzeige auf dem Bildschirm.
Technisch steckt dahinter zusätzliche Entwicklungsarbeit.
Genau solche Details machen für uns jedoch den Unterschied zwischen einer einfachen Steuerung und einem durchdachten Bedienkonzept.
Ein einziges System statt vieler einzelner Komponenten
Eine weitere Herausforderung besteht darin, die unterschiedlichen Technologien technisch sinnvoll miteinander zu verbinden.
Wärme, Licht, PEMF, Steuerung und Stromversorgung müssen zusammenspielen.
Unser Ziel war deshalb von Anfang an nicht, mehrere einzelne Geräte irgendwie miteinander zu kombinieren.
Es soll ein integriertes Gesamtsystem entstehen.
Das betrifft auch die Stromversorgung. Eine technisch leistungsfähige Lösung sollte unserer Ansicht nach nicht bedeuten, dass der Anwender später mit mehreren Netzteilen und unnötig komplizierter Verkabelung umgehen muss.
Auch solche vermeintlich unspektakulären Entscheidungen beschäftigen Entwickler teilweise über Tage.
Für den späteren Nutzer sollen sie dagegen möglichst unsichtbar sein.
Und genau das ist eigentlich ein gutes Zeichen:
Wenn komplexe Technik einfach wirkt, wurde bei der Entwicklung vieles richtig gemacht.

Ein wichtiger Meilenstein: Das Konzept wurde geschützt
Parallel zur technischen Entwicklung haben wir uns frühzeitig auch mit dem Schutz unseres Konzeptes beschäftigt.
Im September 2026 wurde für unser entwickeltes System ein deutsches Gebrauchsmuster eingetragen.
Für uns ist das ein wichtiger Meilenstein.
Nicht, weil damit die Entwicklungsarbeit beendet wäre – ganz im Gegenteil.
Aber aus einer ersten Idee ist inzwischen ein konkretes technisches Konzept geworden, das weit genug entwickelt wurde, um diesen Schritt zu gehen.
Gleichzeitig beginnt jetzt die spannendste Phase.
Denn Papier ist geduldig.
Ein Prototyp nicht.
Warum der erste Prototyp noch kein fertiges Produkt ist
Wenn der erste funktionale Prototyp fertiggestellt ist, beginnt für uns nicht der Verkauf.
Dann beginnt das Testen.
Wie fühlt sich das Produkt tatsächlich an?
Wie gut funktioniert die Bedienung?
Ist das Display aus unterschiedlichen Positionen gut ablesbar?
Reagiert die Steuerung so, wie wir es geplant haben?
Wie entwickelt sich die Wärme?
Funktionieren die unterschiedlichen Technologien auch bei längerer gemeinsamer Nutzung zuverlässig?
Und gibt es Dinge, die auf einer technischen Zeichnung hervorragend aussahen, in der Praxis aber verbessert werden müssen?
Genau dafür wird ein Prototyp gebaut.
Wir rechnen deshalb sogar damit, dass wir Dinge verändern werden.
Denn wenn ein erster Prototyp keinerlei Verbesserungsmöglichkeiten zeigt, wurde wahrscheinlich nicht genau genug getestet.

Entwickeln bedeutet testen, messen und verbessern
Unser Anspruch ist nicht, möglichst schnell ein neues Produkt auf den Markt zu bringen.
Unser Anspruch ist, am Ende ein Produkt anbieten zu können, hinter dem wir stehen können.
Deshalb folgt auf den ersten Prototyp eine wichtige Phase:
testen, messen, vergleichen und verbessern.
Dabei werden wir uns nicht ausschließlich auf technische Messwerte verlassen.
Ein Wellness-Produkt wird schließlich von Menschen benutzt.
Bedienbarkeit, Komfort, Materialgefühl und Alltagstauglichkeit sind deshalb genauso wichtig wie technische Parameter.
Erst wenn beide Seiten zusammenpassen, wird aus einem funktionierenden Prototyp ein Produkt.
Warum wir noch nicht alles zeigen
Natürlich könnten wir heute bereits deutlich mehr über unsere Entwicklung erzählen.
Wir könnten technische Zeichnungen zeigen, konkrete Funktionen erklären und viele weitere Details nennen.
Ganz bewusst tun wir das noch nicht.
Eine neue Produktentwicklung benötigt Zeit – und manche Ideen sollten zunächst dort bleiben, wo sie entstehen: im Entwicklungsprozess.
Deshalb zeigen wir in dieser Reihe ausgewählte Schritte und Gedanken, ohne sämtliche technischen Einzelheiten offenzulegen.
Auch den Namen des neuen Produktes verraten wir noch nicht.
Ein bisschen Spannung darf schließlich bleiben.

Der nächste Schritt: Wenn aus Entwicklung Realität wird
Inzwischen kommen wir dem Moment näher, auf den wir seit Beginn dieses Projektes gewartet haben:
Der erste funktionale Prototyp entsteht.
Dann werden aus Zeichnungen Materialien.
Aus Software wird eine Bedienoberfläche.
Aus technischen Daten werden Funktionen, die man tatsächlich ausprobieren kann.
Und aus einer Idee wird zum ersten Mal etwas, das vor uns liegt.
Genau diesen Moment möchten wir in unserer Entwicklungsreihe ebenfalls begleiten.
Im nächsten Teil von „Ein Blick hinter die Kulissen“ nehmen wir euch deshalb wieder mit in unsere Entwicklung.
Dann geht es nicht mehr nur darum, was wir geplant haben.
Sondern darum, wie sich unsere Ideen in der Realität bewähren.